Fitness-Tracker!

So – seit einigen Monaten bin ich nun stolzer Besitzer eines Fitness-Trackers! Es handelt sich um das Modell Flex von Fitbit das auf den ersten Blick wie eines dieser Charity Silikon Armbänder aussieht. Aktuell gibt es davon vier Farbvarianten:

fitbit_flex1Zum Lieferumfang gehören zwei (gleichfarbige) Bänder in verschiedenen Grössen. Ersatzbänder sollen ebenfalls erhältlich sein. Der eigentliche Tracker befindet sich in einem ca. 32 x 11 mm grossen Kunststoffgehäuse. Nachdem man ihn aufgeladen hat (dazu wird er in eine Art Clip mit USB-Anschluss eingesteckt), wird er von innen in das Armband eingeschoben:

fitbit_flex2

Dann das Armband um das Handgelenk legen und den Verschluss einrasten (etwas kniffelig) – fertig!

Der Tracker kommuniziert via Bluetooth mit einer Smartphone App (für iOS und Android erhältlich):

fitbit_flex3Über diese kann man ihn konfigurieren und Daten wie die zurückgelegten Schritte bzw. Strecke, verbrauchte Kalorien etc. abrufen. Nebenbei erlaubt es die App, aufgenommene Kalorien, getrunkene Wassermenge und Körpergewicht aufzuzeichnen. Selbstverständlich hat die App auch die heutzutage „schicken“ social features (Vergleich mit anderen Benutzern etc.). Dazu ist eine Registrierung und die Anlage eines Benutzerkontos auf der Webseite von Fitbit erforderlich. Letztlich werden die Daten bei Fitbit gespeichert und sind ausser über die App auch über eine persönliche Webseite abruf- und auswertbar.

Aber auch ohne App liefert das Fitbit Flex Informationen: Wenn man es zweimal kurz antippt, leuchten zwischen einer und fünf LEDs auf die zeigen wieviel Prozent des täglichen Bewegungspensums man bereits absolviert hat (1 LED = 20%). Sobald 100% erreicht sind, vibriert das Flex und signalisiert damit, dass das Tagespensum erreicht wurde. Jeden Tag um 0:00 Uhr wird dieser Tageszähler automatisch zurückgesetzt.

Doch damit nicht genug. Wenn man das Flex sechsmal schnell antippt, schaltet es in den Schlafmodus. Nun zeichnet es auf, wie lange man schläft und wie oft man in der Nacht aufgewacht ist. Mit nochmaligem 6-fach Antippen beendet man den Schlafmodus. Auch die Informationen über den Schlaf sind in der App und über die persönliche Webseite einsehbar.

Welchen Nutzen hat das Fitbit Flex nun in der Praxis? Ist es mehr als ein überteuerter Schrittzähler? Ja und nein. Letztendlich zählt es ja tatsächlich nur zurückgelegte Schritte (das übrigens recht zuverlässig). Es weiss nichts über die Art oder Intensität der Aktivität (geht man einfach nur spazieren oder joggt – die Schrittanzahl ist die gleiche). Insofern sind auch die Angaben über die verbrauchten Kalorien mit Vorsicht zu geniessen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, sogenannte Aktivitäten (wie Joggen, Schwimmen, Ergometertraining) mit Anfangszeit und Dauer auch nachträglich zu erfassen wodurch der Kalorienverbrauch entsprechend korrigiert wird. Ein anderer Effekt ist allerdings der, dass man plötzlich erkennt wie wenig (oder viel) man sich tatsächlich an einem Tag bewegt. Bekanntlich ist ja auch einfaches Spazierengehen der Gesundheit zuträglich. Hier kann einen das Flex durchaus motivieren. Nicht zu vergessen ist auch der Spasseffekt – es ist jedes Mal nett, wenn das Flex durch kurzes Vibrieren verkündet, dass man das Tagesziel erreicht hat.

Noch ein paar Details aus der Praxis: Der Tracker an sich ist wasserdicht – er muss also z.B. beim Duschen nicht abgenommen werden. Allerdings bleibt im Armband dabei immer etwas Wasser zurück so dass es zumindest sinnvoll ist, den Tracker kurz rauszunehmen und die Aufnahmemulde abzutrocknen oder trocken zu pusten. Die Akkulaufzeit beträgt einige Tage und ist anscheinend sehr stark davon abhängig, wie oft man die LEDs aktiviert. Im normalen Dauerbetrieb reicht eine Akkuladung für ca. fünf Tage. In der App wird der Akkustand auch angezeigt so dass es nur selten vorkommt dass der Tracker untertags schlapp macht.

Mein Fazit: Der Fitbit Flex ist ein nettes Gadget dass einen motivieren kann, sich mehr zu bewegen. Die Schlafanalyse ist eine weitere Funktion, die aufschlussreiche Informationen liefert. Wer also technikbegeistert ist, für den macht das Teil wahrscheinlich Sinn – im Idealfall natürlich in Verbindung mit einem Smartphone.

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